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Ein schönes Missverständnis. Disney hat nach Burbank geladen: Der Klassiker des Zeichentrickgenres schlechthin hat eine Überarbeitung erfahren. "Schneewittchen und die 7 Zwerge" aus dem Jahr 1937 ist digital aufgefrischt worden, und ein Programmpunkt lautet: "Schneewittchen wird vorgestellt". Sicher nur ein Vortrag über die Bedeutung ihrer Rolle. Aber weit gefehlt. Im "Hyperion Room", einer der originalen Räume, in denen Walt Disney und Co. dereinst ihre Träume Zeichentrickrealität werden ließen, sitzt die Tänzerin und Choreografin Marge Champion, vorigen Monat 90 Jahre alt geworden, und sagt: "Ich war Schneewittchen". Ja, so könnte heute Schneewittchen aussehen, wenn sie denn ein langes Leben gehabt hätte.

DIE WELT: Was Sie damals taten, nannte sich "Live Action Role Model". Was genau macht man da?

Marge Champion: Als Disney an "Schneewittchen" gearbeitet hat, sollte alles anders werden als bei seinen Kurzfilmen. Was ihm besonders fehlte, waren Bewegungen, die aussehen sollten wie im richtigen Leben. Also suchte er nach Menschen, die sich genau so bewegen mussten wie die Figuren im Film. Das haben Kameras gefilmt, und die Zeichner konnten sich das immer und immer wieder anschauen.

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